Smart Energy Jam Nürnberg

Nürnbergs Wirtschaftsreferent Dr. Michael Fraas sagt dazu: „Mit frischen Ideen wollen wir intelligente Lösungen für die Energieversorgung von Nürnberg identifizieren. Das haben wir mit der Smart City Energy Jam erreicht. Ich bin begeistert, mit welch gewitzten Ideen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Nürnberg als nachhaltige, innovative und lebenswerte Stadt und als Wirtschaftsstandort voranbringen wollen.“

„Die intensive und direkte Zusammenarbeit von Studenten, Bürgern, Unternehmen, Forschung und Stadtverwaltung ermöglicht dabei einen sehr interaktiven Verbesserungs- und Konkretisierungszyklus. So hat die Gestaltung der Energiezukunft der Stadt Nürnberg definitiv neue Impulse erhalten, die wir in unserer Arbeit in der ENERGIEregion und im Energie-Technologischen Zentrum etz 2.0 weiterverfolgen werden“, ergänzt Dr. Jens Hauch, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der ENERGIEregion Nürnberg e.V.

Zum Abschluss der Veranstaltung kürte eine dreiköpfige Expertenjury die drei besten Ideen aus den interdisziplinären Arbeitsgruppen.

Als zukunftsweisendste Idee wurde das Konzept bee.care.free für einen intelligenten Schwarm autonom und überwiegend elektrisch fahrender Fahrzeuge im gemischten Personen- und Güterverkehr ausgezeichnet. Der Clou: Über Werbereinnahmen, Sponsoring und Einkünfte aus der Güterbeförderung fahren die Passagiere kostenfrei mit.

Für seinen hohen Innovationsgrad wurde das das Konzept RE-Coin zur Einführung einer Energie-Währung (dem RE-Coin) ausgezeichnet. RE-Coins können gespart sowie gehandelt und vornehmlich immer dann ausgegeben werden, wenn Strom günstig und aus erneuerbaren Energien zu haben ist.

Der Preis für das Projekt mit der größten Umsetzungsnähe ging an das Team Energiehandel der Zukunft. Die Teammitglieder schlugen vor eine lokale, Versorger-basierte Internet-Handelsplattform aufzubauen, auf der jeder direkt und regional Strom kaufen und verkaufen kann. Ähnlich wie heute Menschen über Airbnb ihre Zimmer privat und direkt miteinander teilen. Der Energieversorger betreibt die Plattform, garantiert aber auch als Rückgrat die Versorgungssicherheit.

„Die N-ERGIE setzt auf Effizienz, Nachhaltigkeit und neue Ideen, um den aktuellen Herausforderungen zu begegnen. Bereits von den Ergebnissen des Hackathons, der kürzlich am Digitalen Gründerzentrum Zollhof stattfand, waren wir begeistert. Deshalb haben wir uns auch am Smart City Energy Jam sehr gern beteiligt“, sagt Josef Hasler, Vorstandsvorsitzender der N-ERGIE Aktiengesellschaft.

Thomas Vogel, Geschäftsführer der zeitgeist engineering gmbh, freut sich vor allem über die offenen und inspirierenden Ideen und sagt: „Um die Energiewende zum Erfolg zu führen, müssen neue Wege der Energieerzeugung und vor allem der Verteilung und Nutzung diskutiert werden. Die Jam zeigte, dass mittels intelligenter Marktmodelle und sinnvoller Energiesteuerung bereits heute vieles möglich ist und das zu überschaubaren Kosten. Die die Politik ist gefordert, die entsprechenden gesetzlichen Rahmenbedingungen zu schaffen.“

Für Dr. Alexander Buchele, Geschäftsführer des Energie Campus Nürnberg, war es selbstverständlich, den interdisziplinären Energieforschungscampus für ein neues Eventformat wie eine Design Thinking Jam zu öffnen: „Für die Wissenschaftler am Energie Campus Nürnberg ist die Jam eine tolle Gelegenheit, um das Wissen aus unterschiedlichen Fachrichtungen zu kombinieren und dabei in kreativer Weise Anwendungen und Produkte zu entwerfen. Sie erhalten ein direktes Feedback zu ihren Ideen und einen guten Eindruck, was in naher Zukunft möglich sein könnte.“

Jam als englisches Slang-Wort für Improvisation bezeichnet ein kreatives Veranstaltungsformat, bei dem in kurzer Zeit hoch interaktiv Lösungen entwickelt und getestet werden. Die Smart City Energy Jam wurde von der Stadt Nürnberg zusammen mit der N-ERGIE Aktiengesellschaft, dem Energie Campus Nürnberg, der ENERGIEregion Nürnberg e.V., dem Energie-Technologischen Zentrum 2.0, der openBIT e.V. (insertEFFECT, workcult.re, Silbury) und zeitgeist engineering GmbH organisiert.

Die Jam ist ein Baustein der „Digitalen Stadt Nürnberg“. Das Wirtschaftsreferat koordiniert ein integriertes Stadtentwicklungskonzept „Digitale Stadt“ Nürnberg, um die Chancen der Digitalisierung für die Stadtentwicklung, zum Beispiel in Punkto Lebensqualität, Ressourcennutzung, Beschäftigung, Mobilität und Bürgerservices zu nutzen.